UWR-2023-Projektvorstellungen

Promotionsabschlussstipendium für Meltem Çavdar, M.A., M.Sc. (6 Monate)

…für ihre Arbeit mit dem Titel „Holzschalungsbau und seine Auswirkung auf die Oberflächenqualität von brettgeschalten Sichtbetonbauten Mitte des 20. Jahrhunderts“

Das Dissertationsvorhaben widmet sich der Rolle des traditionellen Zimmererhandwerks für den brettgeschalten Sichtbetonbau in Ortbetonbauweise. Die Qualität der Zimmermannskunst zeigt sich an den unbehandelten Schalungsabdrücken auf den Betonoberflächen. Die Bauart und die handwerklichen Fähigkeiten bei der Herstellung der Schalungen sind daher von hohem baukulturellem Wert. Aber auf welche Weise beeinflusste die Konstruktion der Schalung die Qualität der Sichtbetonoberflächen? Die Erfassung und Auswertung konstruktionsbedingter Oberflächenmerkmale an ausgewählten Sichtbetonbauten sollen dazu beitragen, noch sichtbare Abdrücke der Holzschalungen an der Oberfläche zu ermitteln und diese virtuell zu rekonstruieren. Die Kontinuität des handwerklich hergestellten Holzschalungsbaus bis in die 1970er Jahre wird anhand bauforscherischer Untersuchungen an bestehenden Gebäuden sowie einer Analyse zeitgenössischer Fachliteratur untersucht. Die Untersuchung der Spuren ehemaliger Schalungskonstruktionen auf der Betonoberfläche erfordert neue Ansätze in der historischen Bauforschung und Bauaufnahme.
 

Abschlussstipendium für Dr. Stephan Zink, PhD (8 Monate) 

…für die Fertigstellung seiner Arbeit mit dem Titel „Augustus’ Sanctuary of Apollo in Rom-Architecture, Design, and Reconstruction“

Als Octavian, der spätere Kaiser Augustus, im Jahre 28 v. Chr. das Heiligtum des Apollon auf dem Palatin weihte, brach er damit alle Rekorde in Bezug auf Grösse, Material und dekorativer Ausstattung. Auch der Bauplatz war einzigartig. Hier hatte Romulus einst die Stadt gegründet und in unmittelbarer Nähe befand sich Octavians eigenes Wohnhaus. Haus und Heiligtum bildeten die Keimzelle der späteren Kaiserpaläste auf dem Palatin.

Seit der Ausgrabung des Areals, hauptsächlich in den 1960/70er Jahren, ist das ursprüngliche Aussehen des augusteischen Apollonheiligtums umstritten. Gründe sind der schlechte Erhaltungszustand, die komplexe Bauabfolge und vor allem eine immer noch fehlende umfassende Untersuchung der Architektur, vor allem auch in ihrer dritten Dimension. Dieses Buchprojekt ist das Kondensat einer langjährigen Bauaufnahme. Es präsentiert eine neue, befundbasierte Analyse und Rekonstruktion des Apollonheiligtums und seiner Bauten (Tempel und Vorplatz mit Altar, sog. Danaidenportikus, Bibliothek, Gartenanlage) und untersucht mit Hilfe von Plänen, Ansichten und 3D Modellen die konstruktive Ausführung der Anlage und ihren Entwurf, von der Erschliessung, funktionalen Nutzung, bis hin zur Skulpturenausstattung.

 

Druckkostenzuschuss

...für das Werk von Ursula Quatember "Die Architektur des römischen Kleinasien"

Veröffentlichungen des Instituts für Archäologie der Karl-Franzens-Universität Graz Bd. 19 (Wien 2024)

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