Der Ulrike Wulf-Rheidt-Stiftungsfonds
Der Ulrike Wulf-Rheidt-Stiftungsfonds fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der archäologischen Bauforschung arbeiten. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Promotionsprojekte, Abschlussstipendien sowie Zuschüsse für Publikationen. Der Fonds wird von der Theodor Wiegand Gesellschaft (TWG e.V.) treuhänderisch verwaltet.
Sie können die Ziele des Ulrike Wulf-Rheidt-Stiftungsfonds mit Ihrer Spende unterstützen.

Bauforschung ©DAI-Istanbul // Moritz Kinzel

Porträt Ulrike Wulf-Rheidt, © DAI, Foto: Friederike Fless
Ulrike Wulf-Rheidt (1964-2018)
Im Juni 2018 verstarb Ulrike Wulf-Rheidt im Alter von 54 Jahren völlig unerwartet bei einem Besuch der Akropolis in Athen. Durch ihre Projekte und Publikationen hat sie die archäologische Bauforschung inhaltlich und methodisch maßgeblich geprägt.
Als Leiterin des Architekturreferats des Deutschen Archäologischen Instituts, Professorin an der Freien Universität Berlin und Mentorin zahlreicher Projekte im In- und Ausland hat sie wesentlich zur Profilierung des Fachs beigetragen. Ihr zentrales Anliegen war stets die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, den sie mit großem persönlichen Engagement unterstützte.
Ziel und Anliegen des Fonds
Die Initiatoren des Fonds – die Eltern und der Ehemann der Verstorbenen – möchten die Erinnerung an ihr Wirken weitertragen und den wissenschaftlichen Nachwuchs in ihrem Geist fördern. Unterstützt werden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Konzeption und Durchführung von Forschungs- und Promotionsprojekten, insbesondere bei der Erforschung historischer Bauten und Städte im In- und Ausland.
Was wird gefördert?
Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch
- die Gewährung von Forschungs- und Promotionsstipendien
- die Gewährung von Promotionsabschluss-stipendien
- die Vergabe von Reisekostenbeihilfen
- die Vergabe von Druckkostenzuschüssen
- die Förderung sonstiger Maßnahmen, die das Ziel haben, Bauforschungsprojekte durchzuführen bzw. erfolgreich abzuschließen
Promotionsstipendien
Gefördert wird der Abschluss von Arbeiten, deren empirischer Kern mit den Methoden der archäologischen Bauforschung (Bauaufnahme, detaillierte Bauuntersuchung) erarbeitet wurde. Dabei kann der Untersuchungsgegenstand grundsätzlich Bauten aller Epochen und geographischen Zusammenhänge umfassen. Die Förderungsdauer beträgt je nach Vorhaben und Bearbeitungsstand 3 bis 12 Monate.
Druckkostenzuschuss
Der Druckkostenzuschuss des Ulrike Wulf-Rheidt-Stiftungsfonds unterstützt die Publikation wissenschaftlicher Arbeiten aus der archäologischen Bauforschung. Gefördert werden Abschlussarbeiten sowie Kongress- und Sammelbände, deren empirischer Kern mit Methoden der Bauforschung erarbeitet wurde. Der Zuschuss beträgt in der Regel bis zu 2.000 €, in begründeten Fällen bis zu 5.000 €.
Antragstellung und Entscheidung
Anträge sind jeweils zum 30. April oder 30. Oktober eines Jahres möglich.
Anträge sind als PDF-Dokument per Mail zu richten an die Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Stiftungsfonds, Prof. Dr.-Ing. Corinna Rohn, Hochschule RheinMain Wiesbaden (corinna.rohn@hs-rm.de).
Die Förderung erfolgt auf Vorschlag des wissenschaftlichen Beirats. Über die Vergabe entscheidet der Vorstand der Gesellschaft der Freunde des Deutschen Archäologischen Instituts – Theodor Wiegand Gesellschaft – e.V.
Der Ulrike Wulf-Rheidt-Stiftungsfonds wird von der TWG e.V. treuhänderisch verwaltet.
Geförderte Projekte
2025 > Zum Bericht
- Promotionsabschlussstipendium für Ina Seiler (6 Monate)
2024 > Zum Bericht
- Promotionsabschlussstipendium für Claudia Mächler (8 Monate)
- Promotionsabschlussstipendium für Claudia Winterstein (6 Monate)
2023 > Zum Bericht
- Promotionsabschlussstipendium für Frau Meltem Çavdar, M.A., M.Sc. (6 Monate)
- Abschlussstipendium für Herrn Dr. Stephan Zink, PhD (8 Monate)
- Druckkostenzuschuss für das Werk von Ursula Quatember "Die Architektur des römischen Kleinasien"
2022 > Zum Bericht
- Promotionsabschlussstipendium für Frau Birte Geißler, M.A., M.Sc. (6 Monate)
- Druckkostenzuschuss für das Werk von Sebastian Olschok "Der Wirtschaftskomplex im Deir Anba Hadra (Assuan/ Ägypten. Lebensmittelverarbeitung in einem oberägyptischen Kloster)"
2021 > Zum Bericht
- Promotionsabschlussstipendium für Herrn Dipl.-Ing. Jens Pflug (15 Monate)
- Druckkostenzuschuss für das Werk von Mayssoun Issa "Von der Burg zur Stadt. Safita - Eine Kleinstadt in Westsyrien. Städtebauliche Entwicklung und traditionelle Architektur"
- Druckkostenzuschuss für das Werk von Ioulia Kaoura "Das Telesterion von Eleusis im Wandel. Erste Versuche zur Eroberung des überdachten Theaterraumes"
2020 > Zum Bericht
- Promotionsabschlussstipendium für Herrn Dipl.-Ing. Stefan Giese (9 Monate)
- Druckkostenzuschuss für das Werk "Ashlar: Exploring the Materiality of cut Stone Masonry in the Eastern Mediterranean Bronze Age”
2019 > Zum Bericht
- Promotionsabschlussstipendium für Herrn Dipl.-Ing. Max Beiersdorf (6 Monate)
- Promotionsabschlussstipendium für Herrn Sebastian Olschok, M.A. (4 Monate)